Neue Jahre

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Wow! Da liegt so ein neues Jahr vor einem. Frisch, rein, unbenutzt und unbeschrieben. Auch wenn ich natürlich weiß, dass im Grunde mein Leben am 1. Januar ähnlich weiterläuft, wie es am 31.12. endete, liegt doch ein bisschen etwas, wie kann man sagen, Magisches?, in diesen ersten Tagen des Jahres.

Es ist ähnlich wie in der Grundschule früher. Nämlich dann, wenn man ein neues Heft bekommen hatte. Das alte, vollgeschrieben und bekritzelt, wurde aus einem der farbigen Plastikumschläge genommen und ein neues wurde sorgsam darin eingehüllt. Ich war immer total bemüht, auf den ersten Seiten meines neuen Schulheftes keine Fehler zu machen. Ich habe extra langsam, achtsam, fast ehrfürchtig die Buchstaben oder Zahlen mit meinem Füller eingetragen. Um seine Schönheit so lange wie möglich zu bewahren. Ab Seite drei oder vier, nachdem dann doch schon einige Male der Tintenkiller oder gar der Rotstift der Lehrerin zu erkennen war, wurde ich zunehmend nachlässiger.

So fühlt sich ein bisschen Neujahr für mich an. 365 Tage liegen wie weiße, unbeschriebene Blätter vor mir. Was wohl später darauf zu lesen sein wird? Völlig ungewiss…

Auch ich habe natürlich Pläne, obwohl ich ja diejenige bin, die darüber schreibt, dass sowieso alles anders kommt, als erwartet.

Ich möchte in den kommenden Monaten intensiv an meinem zweiten Buch weiterschreiben. Einiges habe ich schon zu Papier gebracht, die Personen darin sind zu Leben erwacht, sie sind mir sogar schon ans Herz gewachsen. Deshalb werde ich in Zukunft weniger hier in meinem Blog veröffentlichen. Ich brauche die Zeit für meinen Roman. Ob er jemals im Buchladen zu kaufen sein wird, weiß ich nicht. Aber geschrieben muss er werden, finde ich!

Außerdem stehen noch einige interessante Lesungen an! Die Termine und alle Infos dazu werde ich immer hier oder auf Facebook veröffentlichen. Und außerdem werde ich ganz bald wieder im Fernsehen sein:

Am 9.1.2017 bei „Kaffee oder Tee?“ 16:05 Uhr im „Dritten“!

Ich freue mich auf viele Zuschauer und darauf, die eine oder andere vielleicht einmal persönlich zu treffen! Allen hier Mitlesenden wünsche ich jetzt aber zunächst ein friedliches, gutes und zufriedenes Jahr 2017!

Eure Gabriele

10 Gedanken zu „Neue Jahre

  1. Guten morgen Frau Noack. Meine Mutter hat mir gerade von ihrem Bericht im Fernsehen berichtet. Sie war völlig aufgeregt, denn das was sie von Ihrem Sohn gesehen hat, ist genau wie bei unserer Tochter Emma (9). Ich habe gleich nach Ihrem Buch gegoogelt und bin gespannt darauf. Es fühlt sich gut an, mal Erfahrungen von jemanden zu lesen, der unsere Situation kennt. Und ich kann auch nur sagen, dass unser Krümelchen uns schon so viel freudige Momente beschert hat. und an den Schweren sind wir zusammengewachsen als Familie. Wir haben auch noch 2 ältere Söhne die völlig gesund sind. Seid dem Emma da ist, hat das Leben eine ganz andere Qualität angenohmen.
    Ganz liebe Grüsse Antje Werner

    1. Liebe Antje,

      toll, dass Sie durch das Fernsehinterview auf mich aufmerksam wurden! Und auch meinen Blog gefunden haben! Ich bin auch gespannt, was Sie zum Buch sagen und freue mich, wenn Sie sich wieder melden!
      Bis dahin alles Liebe und Gute für Sie und Ihre Familie!
      Herzliche Grüße
      Gabriele

  2. Liebe Gabriele
    ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ebenfalls ein gutes und friedvolles Neues Jahr!
    Ich würde mich auf jeden Fall freuen, noch ein Buch von Ihnen lesen zu dürfen!
    Den Fernsehtermin habe ich mir schon notiert:)
    Herzliche Grüße
    Doris

    1. Sehr geehrte Frau Noak,

      ich habe Ihre Sendung am 9.1.2017 – Kaffee oder Tee gesehen. Ich bin 52 Jahre alt, 45 Epilepsiepatient. Vor 17 Jahren habe ich den Kampf gegen die Epilepsie gewonnen. Anfang der 90ziger Jahre war ich in vielen Krankenhäuser, Epilepsiezentren (Mannheim, Homburg Saar, Epizentrum Bielefeld, Klinikum Großhadern, München) und wurde in Klinikum Großhadern mit einem Epilepsiechirug operiert und bin sein 9.8.99 TOTAL Anfallsfrei. Die Jahre davor waren kein schönes Leben, die Lebenqualität war auf Null gesunken. In den 80ziger und 90ziger Jahren hatte ich bis zu 25 Anfälle im Monat. Es blieb mir nichts anderes übrig, den Weg einzuschlagen, um aus diesem Dilemma herauszukommen. Es war definitiv der RICHTIGE WEG in ein normales Leben ohne Anfälle. Ich würde alles noch mal so tun, aber in Zukunft, eher früher, die Kliniken aufzusuchen. Aber in den 80ziger Jahren war der Medizinische Fortschritt noch nicht so weit. Von daher war es der richtige Zeitpunkt am richtigen Ort. Ich lebe jetzt ohne Anfälle und mit einer Hemianopsie (Gesichtsfeldeinschränkung), Restaphasie, und weiteren Defiziten. Wenn sie wollen, können wir gerne telefonieren und austauschen – Erfahrungen sammeln. Mein Motto war stets: NIE AUFGEBEN, ES LOHNT SICH TROTZ DEM ZU LEBEN, AUCH MIT EINER ANFALLSFREIEN EPIELEPSIE.

      Hans-Jürgen

      1. Lieber Hans-Jürgen, es ist schön von Ihnen zu hören! Und es freut mich, eine so positive Nachricht zu lesen! Leider kann man bei unserem Sohn nicht operieren – und leider helfen auch alle Medikamente nicht. Wobei sich die Epilepsie bei ihm laufend verändert. Sowohl die Art der Anfälle als auch die Häufigkeit. Zumindest schafft er es momentan (meistens) ohne ein Notfallmedikament aus einem Anfall herauszukommen. Da hatten wir auch schon andere Zeiten…Somit wissen wir aber auch nicht, wie es weitergeht – vielleicht verbessert es sich noch.
        Julius hat außer der Epilepsie noch eine schwere Behinderung – wir kennen allerdings die Ursache nicht. Wie Julius seinen „Zustand“ erlebt wissen wir nicht. Ich kann nur hoffen, dass es ihm einigermaßen gut geht.
        Erstmal von Herzen: Alles, alles Liebe und Gute für Sie! Gabriele Noack

  3. Hallo liebe Frau Noack, ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein gutes Jahr 2017, mit mehr Höhen als tiefen und ausreichend Kraft.
    Ich bin schon sehr gespannt auf Ihr Buch und wünsche Ihnen viel Erfolg und Freude beim schreiben.
    Herzliche Grüße aus Stuttgart
    Katja

  4. Hallo Frau Noack,ich habe ihr Buch gelesen und viele Gemeinsamkeiten ( Schwangerschaft und das Leben mit einem behinderten kind)festgestellt. Unsere Tochter ist 24 und geistig behindert.Sie ist auf dem Stand von einem Kleinkind. Sie War auch ein Sternengucken und hatte ebenfalls ein grossen Bluterguss auf der Stirn. Durch die Situation haben wir viele menschen kennen gelernt die wir nicht mehr missen möchten. Eines muss ich jedoch noch schreiben, besser wird es im Alter nicht, es wird nur anders. viele grüße. ….

    1. Liebe Petra, das glaub ich Ihnen sofort!Das Leben bietet so einiges, was man zu bewältigen hat! Zum Glück haben wir Menschen die Möglichkeit, uns zu entwickeln und dazuzulernen. ..LG an Sie und Danke fürs Schreiben! Herzlich Gabriele Noack

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