Wahrheiten

 

„…Die große Kunst besteht aber nicht in der Suche nach der Wahrheit, sondern darin, sie ertragen zu lernen, darum geht es. Am unerträglichsten ist wohl die Wahrheit des Todes. Daran traut sich niemand wirklich heran“, schreibt die niederländische Schriftstellerin Connie Palmen in ihrem großartigen Buch „Die Freundschaft“.

 

2017 hatte noch kaum begonnen, es waren nur wenige Tage vergangen, als ich hier von den noch weißen, unbeschriebenen Blättern meines „Jahresheftes“ geschrieben habe – da sind zwei Menschen, die mir sehr nahe standen, verstorben.

Wenn ich mich auch sonst viel mit Krankheit, Leid und Tod beschäftige, rückte doch in den letzten Wochen die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit in den Mittelpunkt meines Alltags.

Und neben all dem Schmerzhaften und Schwierigen ist mir ein Punkt ganz bewusst geworden:

Nämlich der, dass ich lebe.

 

Nun aber noch einmal zum Zitat von Connie Palmen:

Die Hospizbewegung traut sich an das Thema Tod heran, die Kinderhospizdienste sogar an das Tabu „Kinder und Tod“.

Und am 10.02.2017 ist bundesweiter Tag der Kinderhospizarbeit!

Es ist eine Arbeit, die ich sehr zu schätzen gelernt habe und gerne unterstütze.

In Gerlingen (bei Leonberg) finden an diesem Tag in der Stadtbücherei verschiedene Aktionen statt. Unter anderem um 19 Uhr eine Lesung, die ich übernehmen darf (anstelle von Susanne Kellner).

Das heißt, wer Lust und Zeit hat, sich über die Kinderhospizarbeit zu informieren und mich zu treffen, ist herzlich eingeladen!

Adresse: Stadtbücherei Gerlingen, Schulstraße 13, 70839 Gerlingen

4 Gedanken zu „Wahrheiten

  1. antje werner

    liebe gabriele. wollte heute mal meinen dank schicken. habe ihr buch jetzt durch und möchte sagen, dass es mich sehr berührt hat. fühlte mich oft in situationen die wir auch erlebt haben zurückversetzt. und das interesante war wie sie sowas erlebt haben.da gibt es schon paralelen.
    zum glück ist es bei unsrer emma nicht so heftig wie bei ihrem sohn.
    wir haben viel freude mit unserem krümel. wir haben grosses glück eine förderschule in der nähe zu haben. dort hat sie sehr viel spass u hat schon tolle fortschritte gemacht.
    schlimm war es zum anfang für mich. fühlöte mich nicht mehr gebraucht. das hab ich zum glück überwunden und habe was gefunden was ich mit meiner zeit jetzt anfange.
    also im mom. haben wir eine richtig gute zeit.

    in diesem sinne, das wünsch ich ihnen auch.
    lg antje

  2. Liebe Frau Noack,

    es ist sehr beeindruckend, wie Sie schreiben. Wir würden Sie sehr gerne zu uns nach Schwäbisch Gmünd einladen, zu einer Lesung aus Ihrem Buch im Rahmen der Gmünder Literaturtage, die dieses Jahr wieder im November stattfinden. Könnten Sie sich das vorstellen und einrichten? Gerne können wir alles weitere per E-Mail besprechen.
    Herzliche Grüße
    Senka Breuning
    Projekt Inklusive Weiterbildung
    VHS Schwäbisch Gmünd

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